WERNER NADOLNY

Werner Nadolny – Keyboards, Backing Vocals
(geb.: 03.04.1947)

Werner Nadolny Bereits im Alter von fünf Jahren erlernte Werner von seinen Vater, einem Berufsmusiker, sein erstes Instrument. Es war eine Geige, die ihn bis in seine Pubertätszeit begleitete. Sein Leben als Musiker nahm damit seinen Anfang. Während der Schulzeit nahm die Musik neben den notwendigen schulischen Aufgaben immer mehr Zeit ein. Das Aufkommen von Bands führte dazu, dass er sich im Alter von 16 Jahren seine erste Orgel kaufte, denn er fühlte sich bereits damals zu den Tasten hingezogen.

So spielte er zu dieser Zeit schon in seiner ersten Band als Keyboarder, damals sprach man noch von „Orgelspieler“. Diese Tätigkeit hinderte ihn aber auch nicht daran, sich von seinem Vater an den Blasinstrumenten Klarinette und Saxophon ausbilden zu lassen, die dieser professionell ausübte und beherrschte. Diese Ausbildung ermöglichte Werner das Mitwirken als Klarinettist in verschiedenen Orchestern über mehrere Jahre hinweg.
 
Nachdem Werner seine Berufsausbildung absolviert hatte, begann er ein Musikstudium, das mit einer festen Anstellung im Opernhaus zu Hannover enden sollte. Zur Finanzierung des Studiums wirkte Werner in einer Band als Saxophonist mit und ließ sich nach einem sehr guten Auftrittsangebot für diese Gruppe sogar vom Studium exmatrikulieren, nur für einen kurzen Zeitraum, wie er damals annahm. Dass aus dieser „kurzen Zeit“ dann aber eine Passion wurde, die bis zum heutigen Tag angehalten hat, konnte er zum damaligen Zeitpunkt nicht ahnen.
 
J U S T I C E   O F   P E A C E  /  J A N E
 
Als Mitglied der Gruppe „JUSTICE OF PEACE“ (kurz „JPs“ genannt) mit dem damaligen Sänger PETER PANKA, dem Gitarristen WOLFGANG KRANTZ, dem Bassisten KLAUS HESS und dem Schlagzeuger KLAUS ZAAKE begann Werners musikalische Karriere im Jahr 1968. Der eigentliche Schritt ins Profileben erfolgte dann schließlich 1970 mit der Gründung der Gruppe JANE.
Die Gründungsmitglieder waren Peter Panka, Werner Nadolny, Klaus Hess und Charly Maucher.
 
Der JANE-Werdegang von 1970 bis 1982 ist in der Historie von JANE auf unserer Homepage zu finden, eine Geschichte in mehreren Teilen, die Werner für das bundesweite MUSIKER MAGAZIN unter dem Titel „Die JANE-STORY“ (-> HIER) schrieb.
 
W I S S E N S C H A F T L I C H E S
 
Da das Profi-Musikerleben Werner nicht 100%-ig ausfüllte, beschäftigte er sich auch mit Philosophien, Symboliken und Deutungen wie der Nummerologie, der Astrologie, der Physiognomie, der Graphologie, der Esoterik, usw., die auch in seine Musikkreativität einflossen (siehe z. B. das Jane Album „FIRE WATER EARTH & AIR“).
 
Dabei ging es Werner nicht dogmatisch um Wahrheit oder Unwahrheit, sondern er versuchte, sein Wissen tendenziell zu nutzen. Ihm war und ist es wichtig, diese Bereiche in seiner künstlerischen Schaffenskraft klar zu stellen, damit der geneigte Leser bzw. Zuhörer bei den neueren Produktionen das nötige Hintergrundwissen bekommt. Wie man mit diesen Dingen, wenn man sie schon benutzt, nicht umgehen sollte, zeigte sich beim oben erwähnten „Fire Water Earth & Air“.
 
W E R N E R S   B A N D  „ L A D Y “


LadyLadyNachdem JANE das zweite Album „HERE WE ARE“ eingespielt hatte, veränderte sich die Musik in eine Richtung, die Werner nicht mehr mitzutragen bereit war (ref. Album JANE III). Ihm lag z. B. die Art und Weise, wie der Song „OUT IN THE RAIN“ gestaltet war, wesentlich näher. Er verließ daher die Gruppe und stellte eine neue Band mit dem Namen „LADY“ zusammen. Sinnigerweise nannte JANE später ihr nächstes Album ebenso.

Zwei Komponenten zeichneten die Gruppe LADY insbesondere aus. Zum einen war unter den Mitwirkenden der spätere Gitarrist der „SCORPIONS“, MATTHIAS JABS, zum anderen arbeitete die Band über eine Zeitraum von zwei Jahren in der Fernseh-Seriensendung SCHÜLER-EXPRESS des ZDF mit, die 14-täglich ausgestrahlt wurde.
 
-> Die LADY und der Schüler-Express
 
Natürlich gab es auch viele Live-Auftritte. Die Bühnendarstellung sorgte mit einer für die damalige Zeit umfangreichen Musikanlage, einer Spiegelwand, Pyrotechnik und ganz in weiß gekleideten Musikern für großes Aufsehen.
 
Lady

Den weißen Dress trägt Werner manchmal heute noch bei seinen Auftritten. Die erste LP sowie die erste Single entsprachen zwar noch nicht ganz Werners Vorstellungen, aber schon zu Beginn der Arbeiten an der zweiten Scheibe „FIRE, WATER, EARTH & AIR“ war die zukünftige, musikalische Richtung bereits deutlich erkennbar. Leider kam zu diesem Zeitpunkt das Angebot von den SCORPIONS für Matthias Jabs dazwischen, das dieser kurz entschlossen annahm. Daraufhin gab Werner dem permanenten Buhlen von JANE nach und stieg dort ein. So löste er seine Band „LADY“ schweren Herzens auf.


F I R E ,  W A T E R ,  E A R T H  &  A I R
 
Als Werner nach fast dreijähriger Pause, in der die LPs JANE III und JANE LADY produziert worden waren, wieder zur Band zurückkehrte, brachte er das von ihm konzipierte und bereits begonnene Konzeptalbum „FIRE WATER EARTH & AIR“ mit. Es wurde von der Gruppe gern angenommen, da zu dieser Zeit mangelnde Schaffenskreativität in der Band herrschte (siehe vorheriges Jane Album „LADY“, welches hauptsächlich von Werners Freund und Keyboardkollegen GOTTFRIED JANKO geschaffen wurde).

Fire Water Earth & Air - Innencover

Nachdem die einzelnen Songs aufgenommen waren, begann die Diskussion um das Plattencover. Werners Konzept war klar: Jedes Element, nämlich Feuer, Wasser, Erde und Luft sollten von den Bandmitgliedern durch ihr Horoskop dargestellt werden. Dabei fiel Werner bedingt durch sein Sonnenzeichen „WIDDER“ (Aszendent Löwe) das Element Feuer zu. Klaus Hess, der als „SKORPION“ zu den Wasserzeichen zählte, gefiel das überhaupt nicht. Auch die Tatsache, dass es in der Astrologie keinerlei Qualitätswertungen gibt, kümmerte ihn wenig. Er war der Meinung, dass das Zeichen für Feuer nun mal das beste sei, es wesentlich besser zu ihm als zu Werner passte und bestimmte einfach, ohne sich auch nur ansatzweise mit der Thematik der Astrologie auseinandergesetzt zu haben, welchem Musiker welches Zeichen zugeordnet werden sollte. So wurde eine auf Wahrheit beruhende konzeptionelle Darstellung aus egomanischen Gründen eines Einzelnen zur Makulatur. Das Ergebnis war letztendlich ein erneuter Rückzug von Werner.
 
D E R   Z U S A M M E N B R U C H  /  „ W A R L O C K “

Warlock Nach dem Zusammenbruch von Jane im Jahre 1982 führte Werner nach Absprache mit seinem Musikerkollegen JON SYMON die drei verbliebenen JANE-Musiker Peter Panka, Charly Maucher und Klaus Hess zum „ROCKBALLETT WARLOCK“ zusammen. Ein Projekt, das sich später als äußerst erfolgreich herausstellen sollte.

Bereits kurz danach wurde Klaus Hess von Jon, dem Chef des Rockballetts, aufgrund mangelnder Mitarbeit gekündigt und in der Folge durch den Gitarristen Dete Klamann ersetzt. Hess versuchte es danach mit einer Solo-Karriere.
 
Warlock hatte erfolgreiche Auftritte in Häusern wie ICC BERLIN, ALTE OPER FRANKFURT, CCH HAMBURG, DEUTSCHES MUSEUM MÜNCHEN, OPERNHAUS HANNOVER, uvm.
 
Alte Oper Frankfurt Alte Oper Frankfurt
 
Nach Beendigung des Projektes trennten sich die vier Musiker von Jon Symon und brachten sich erneut als JANE in die SZENE ein. Es folgte eine Neuseelandtournee, bei der aufgrund des Ausscheidens von Dete Klamann (ref. -> Biografie Dete Klamann – Thema „Music Corner“) noch einmal eine Zusammenarbeit mit Klaus Hess versucht wurde, was aber wiederum misslang. Damit war dieses Thema ein für alle mal erledigt.

P R O Z E S S   U N D   N E U B E G I N N
 
Im Jahre 1994 folgte der „berühmte“ Gerichtsprozess mit dem Ziel der Klärung, wer den Namen JANE zukünftig führen durfte. Es wurde entschieden, dass sich jedes der drei vor Gericht stehenden Gründungsmitglieder (Charly Maucher war nach Kanada ausgewandert und prozessierte daher nicht) JANE nennen durfte, allerdings nur mit einem Zusatz zum Namen. So machten Peter und Werner zunächst als PANOs JANE (das war Peters Idee) weiter und hießen vom Jahr 2000 an nach gemeinsamer Unterschrift von Peter und Werner bei der Firma SPV „PETER PANKAS JANE“. Bis zu Peters Tod im Jahre 2007 führten Peter und Werner das JANE-Schiff gemeinsam.
 
Nach Peters Ableben war Werner zwar noch bei der „TRIBUTE TO PETER PANKA TOUR“ dabei, verabschiedete sich aber danach, da er mit vielen Entscheidungen in der Band nicht einverstanden war, u. a. mit der, weiterhin den Namen „PETER PANKAS JANE“ zu führen, obwohl Peter ja nicht mehr dabei sein konnte. Es traten aber auch im musikalischen Bereich derart unterschiedliche Vorstellungen auf, dass aus Werners Sicht eine weitere Zusammenarbeit mit der Band nicht mehr möglich war.
 
R O C K L E G E N D E N
 
Zunächst arbeitete Werner mit ausgesuchten Musikern und den beiden Sängern JUTTA WEINHOLD und GEFF HARRISON (KIN PING MEH) zusammen, um das Projekt „ROCK LEGENDEN“ auf die Bühne zu bringen. Ein kleiner Teil des Auftrittes umfasste auch JANE-Songs. Es blieb nicht aus, dass Werner immer öfter von Zuschauern gebeten wurde, das JANE-Musikprogramm doch auszuweiten.
 
 
 


W e r n e r   N a d o l n y s   J A N E
 
So ergab sich im Jahre 2008 fast zwangsläufig die Gründung der Band „JANE feat. Werner Nadolny“. Im Januar 2009 wurde die erste JANE-CD ohne Beteiligung von Peter Panka mit dem Titel „PROCEED WITH MEMORIES“ veröffentlicht, die von Werner als Abschied von seinem langjährigen Freund und Musikerkollegen geschrieben wurde. Bei den Aufnahmen zu diesem Album wirkten u. a. auch die „Rocklegenden“ Jutta Weinhold und Geff Harrison mit.
 
Nachdem Werner durch intensive Suche und mit groß angelegtem Aufwand im Februar 2010 schlussendlich die Idealbesetzung für seine Band gefunden hatte (-> Bandinfo), wurde sogleich ein Start mit einer LIVE DVD und einem Fernsehkonzert hingelegt, was in dieser Schnelligkeit und Qualität wohl ziemlich einmalig sein dürfte.
 
Als nächster Schritt wird eine CD mit dem Titel „THE JOURNEY - the best of“ mit den Highlights der besten JANE-Jahre produziert, interpretiert von der neuen, aktuellen Besetzung. Nach Fertigstellung von „The Journey“ folgte die neue CD „ETERNITY“ und mit ihr das, was die Band heute verkörpert und darstellt.

 

Aus gesundheitlichen Gründen hat sich Werner Nadolny Ende 2015 als aktiver Musiker von den Live-Shows mit der Band zurückgezogen. Vertreten wird er seither durch Jörg Rudolf, der mit seinem virtuosen Spiel auf jeden Fall ein gleichwertiger Ersatz ist.